An die Ostsee? Nee, einmal drumherum! ;-)

Blog von snowfoot :Where the hell is Snowfoot? :-), An die Ostsee? Nee, einmal drumherum! ;-)

Verdutzte Gesichter und zweifelhafte Blicke waren die Antwort als sich der Plan konkretisierte, im Sommer 2011 nicht ans andere Ende der Welt zu fliegen, sondern "per mobile" einmal um die Ostsee zu fahren. Ok, zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, ca. 8.500 km in drei Wochen durch Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark zu fahren.. aber "normal" kann ja jeder. Und da Mut und Naivität sowieso immer belohnt werden, war das Ergebnis der 22-tägigen Rundfahrt durch Skandinavien eine Mischung aus tollen Erlebnissen (Elche, Rentiere, kaum Mücken, jeden Tag mindestens 20 Stunden Sonnenschein, Badetemperaturen, super Städte, tolle Menschen...) sowie einem unglaublichen Zugewinn an Professionalität im Zeltauf- und abbau. Denn 22 Tage im Stoffhaus hätte ich mir vor der Reise nicht zugetraut. Wenig überraschend entstanden in Städten wie Danzig, Vilnius, Riga, Tallinn, Helsinki, Stockholm, Oslo, Göteborg, Aalborg usw tausende Fotos. Einzig getrübt wurde der Trip von der Tat des wahnsinnigen Norwegers Breivik in Oslo, was natürlich alle Zeitungen über die Wochen beschäftigte. Versöhnlich war am Ende der Reise der Blick von der dänischen Insel Römö aufs benachbarte Sylt, womit sich der Kreis zur vorher beschriebenen Reise geschlossen hat. Insgesamt ein eindrucksvoller Trip durch die letzte "echte" Wildernis Europas.

Montag, den 26. Dezember 2011 00:34 , in Europa


Kleine "Reisesnacks" zwischendurch...

Blog von snowfoot :Where the hell is Snowfoot? :-), Kleine 'Reisesnacks' zwischendurch...

Das "Noch-nicht-ganz-Sommerloch" zwischen Ostern und dem großen Sommerurlaub ist übrigens mit diversen Kurztrips gefüllt wurden. Ein Tagestrip nach Paris (steht in regelmäßigen Abständen ja sowieso immer auf der Liste), sowie ein "Ausflug" nach Sylt waren hier die Highlights. Das Foto von Paris spare ich mir an dieser Stelle, gibt ja eigentlich keine Stelle, die nicht schon auf einer Postkarte verewigt wurde... Aber Sylt wird nachfolgend mit einem Bild gewürdigt, schließlich war es die "Generalprobe" für unser Zelt und den im Sommer folgenden drei-Wochen-Trip... doch dazu später mehr ;-) Da fällt mir noch eine Liedzeile einer deutschen Punk-Rock-Band ein: "Ich will wieder an die Nordseeeee, ich will zurück nach Weeeeesteeeerlaaaand!" ;-)

Dienstag, den 22. November 2011 21:57 , in Europa


48 Stunden in: Bulgarien.

Blog von snowfoot :Where the hell is Snowfoot? :-), 48 Stunden in: Bulgarien.

Mein Faible für Südosteuropa ist im Jahr 2008 während eines Auslandsaufenthalts in der Slowakei geweckt worden und seitdem versuche ich, mehr oder weniger regelmäßig, immer mal in der Ecke vorbeizuschauen. So begab es sich im Juni, dass ich ein "einsames" Wochenende spontan für einen Flug nach Sofia in Bulgarien nutzte. Da es bereits meine zweite Reise in die Hauptstadt war, nahm ich mir für diesmal etwas neues vor. Lonely Planet versprach "Plovdiv" als top spot, wenn man  - wie ich - "alte Steine" mag ;-) Die Römer haben hier überall ihre Spuren hinterlassen und so setzte ich mich Samstag morgen (nach ausführlichem Umtrunk im Hostel am Freitag Abend) in den bulgarischen Bummelzug und zuckelte durch die Balkan-Pampa bis nach Plovdiv. War ganz ok, sieht aus wie eine Mischung aus Wien und Tirana, ein paar Ruinen links, ein paar mehr Plattenbauten rechts. Abends dann Zugfahrt zurück nach Sofia und am Sonntag vor dem Heimflug noch an einer "Biking Sofia"-Tour partizipiert. Und eh man sich versah, setze der BulgariaAir-Flieger auch schon wieder auf dem Frankfurter Rollfeld auf. Als wär nix passiert. Stimmt ja auch. Cheers. 

Pics: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.1973425047854.111727.1009875978&l=a2bee16a83&type=1

Sonntag, den 28. August 2011 20:23 , in Europa


Bella Italia... jedenfalls im Norden ;-)

Blog von snowfoot :Where the hell is Snowfoot? :-), Bella Italia... jedenfalls im Norden ;-)

Was soll man schon von einem Land erwarten können, welches von Silvio Berlusconi regiert wird? Ich muss zugeben, meine Meinung gegenüber Italien ist nicht ganz frei von Vorurteilen. Mafia, Müll auf den Straßen und n bissel Pasta, all das eingebettet in einer Landschaft, die dieses Land nicht verdient hat - das war meine Meinung vom Stiefel. Also war es an der Zeit, sich mal ein genaues Bild zu machen. Über Ostern ging es quer durch die Schweiz bis nach Mailand, von dort dann ins chaotische Genua. Weiter nach Pisa und Siena in der Toskana und über die ewige Stadt - bella Roma - bis nach Neapel. Hier klar den Fokus auf die unglaublichen Ruinen von Pompeii gelegt, bevor uns der Weg quer durchs Land nach Pescara an der Ostküste führte. Von dort weiter gen Norden bis nach Rimini, inclusive einem Abstecher in den Mini-Staat San Marino. Daraufhin eine lange Fahrt bis nach Naturns in Südtirol und am Folgetag bis nach Frankfurt. Bis auf die Umgebung von Neapel, in der das Klischee vom armen Süden wirklich zu stimmen scheint (Müll, Dreck, streunende Hunde), kann ich eigentlich nichts schlechtes über Italien sagen. Ganz im Gegenteil: eine traumhafte Landschaft, viele "alte Steine" (Rom und Pompeii sind einfach unglaublich), passable Straßen (leider sehr hohe Maut auf der Autobahn), keine Mafia-Schießereien und leckeres Essen. Es stimmt schon, dass Italien von Nord nach Süd immer ärmer wird, angefangen beim traumhaften Südtirol im Norden, über die touristisch aufgehübschte Toskana, bis hin nach Kampanien, wo der echte, rauhe Süden beginnt. Das nächste Mal gehts nach Sizilien, in Palermo lärmen ;-) Over and out.

Samstag, den 02. Juli 2011 10:27 , in Europa


Wo zur Hölle ist Transnistrien?

Blog von snowfoot :Where the hell is Snowfoot? :-), Wo zur Hölle ist Transnistrien?

Es lohnt sich immer wieder aufs Neue in Frankfurt zu wohnen. Der Airport um die Ecke stellt sich als verlässliche Basis für diverse Ausflüge - diesmal in die Republik Moldau - heraus. Mit diesem 3-Tage-Trip konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: 1. Meine letzte Länderlücke in Osteuropa schließen (incl. Pass-Stempel) und 2. einen Blick auf das letzte Sowjet-Mini-Open-Air-Museum (neben Weißrussland) in Europa werfen: Transnistrien. Es handelt sich dabei um die selbsterklärte, fast unabhängige aber von fast keinem Staat anerkannte Republik, welche den wahren Kommunismus am Leben erhält ( bzw. dies versucht). Es ist paradox, wie mit Logos, Bildern und Statuen sowie sowjetischen Emblemen ein Hauch von UDSSR verbreitet werden soll Blog von snowfoot : Where the hell is Snowfoot? :-), Wo zur Hölle ist Transnistrien? Es gibt langatmige Grenzkontrollen, mürrische Zöllner, Panzer und Denkmäler für die Gefallenen des Befreiungskrieges gegen Moldawien. Die Hauptstadt Tiraspol, sowie die zweitgrößte Stadt Bendery sind eine Aneinanderreihung von Plattenbauten, durchzogen von breiten Straßen mit Nationalflagge und Bildern des verstaubten Präsidenten. Angeblich ist hier der Menschen- und Zigarettenschmuggel der größte Wirtschaftszweig, doch davon habe ich nix mitbekommen. Nach ca. 5 Stunden in diesem lustig-tristen "Beinahe-Staat" war ich der Meinung, das meiste gesehen zu haben. Immer wieder spannend, was sich so vor den Toren der EU abspielt. Den bittersten Beigeschmack wird Transnistrien jedoch aufgrund einer einzigen Sache bei mir hinterlassen: Man hat meinen Pass nicht gestempelt.

Dienstag, den 21. Juni 2011 14:12 , in Europa


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